30.11.2021 | Genuss zu Hause
Alles an seinem Platz: den Tisch richtig eindecken

Tischlein deck dich – so gelingt das richtige Eindecken

Wer Gäste empfängt, möchte, dass sich diese natürlich so richtig wohlfühlen. Neben kulinarischen Leckereien sorgt eine schön gedeckte Tafel für ein festliches Ambiente. Was Profis schon in der Ausbildung lernen, lässt sich auch zu Hause mit ein bisschen Übung einfach umsetzen: das Eindecken des Tisches. Denn neben einer stilvollen Dekoration gehört auch das Gedeck zu einer schönen Tafel. Und hier hat tatsächlich alles seinen festen Platz. Vor allem, wenn du ein Mehrgänge-Menü auftischst, brauchst du mehr als Messer, Gabel und Teller. Damit du beim nächsten Mal zielsicher Brotteller, Suppenlöffel und Vorspeisengabel platzierst, bringen wir dir in diesem Artikel die hohe Kunst des Tischdeckens bei.

Das benötigst du zum Eindecken eines Tisches

Auf einen festlich gedeckten Tisch gehören Geschirr, Besteck und Gläser in unterschiedlichen Ausführungen, die sich an der Vorspeise, dem Hauptgang und der Nachspeise orientieren. Und dann wäre da noch die Sache mit dem Platzteller. Hier die optimale Übersicht: 

  • Platzteller 
  • Vorspeisenteller 
  • Suppenteller 
  • Menüteller 
  • Brotteller 
  • Suppenlöffel 
  • Vorspeisenmesser- und Gabel 
  • Gabel und Messer für den Hauptgang 
  • Dessertbesteck 
  • Wasserglas 
  • Sektglas 
  • Weißweinglas 
  • Rotweinglas 
  • Servietten 

Tipp: Am besten passt zu einer festlich gedeckten Tafel ein Service aus weißem Porzellan. Das wirkt immer besonders elegant und lässt dir viel Spielraum bei der Dekoration. 

Die Teller

Das wichtigste Element eines gedeckten Tisches sind die Teller, auf denen die Menüfolge Platz findet. Dabei ist der Aufbau gut durchdacht. Zunächst stellst du einen großen Platzteller auf. Dieser fungiert ausschließlich als Platzhalter und bleibt bis zum Ende des Festessens stehen. Auf ihm werden in der Reihenfolge Menüteller, Vorspeisenteller und Suppenteller arrangiert. Nur der Brotteller schließt links oben mit dem Hauptgangteller an.

Als dekorativen Blickfang rundest du die eingedeckten Teller am besten mit einer gekonnt gefalteten Serviette ab.

Das Besteck

Das Besteck deckst du rechts und links von den Tellern ein. Rund 1-2 cm sollten dabei zur Tischkante frei bleiben. Messer und Suppenlöffel liegen grundsätzlich rechts und Gabeln links. Das Dessertbesteck wird als einzige Ausnahmen oberhalb der Teller angerichtet.

Beginne rechts mit dem Hauptgangmesser ca. 1 cm Fingerbreit zum Teller entfernt. Achte darauf, dass die Messerschneide dabei nach links zum Tellerrand zeigt. Lege in einem nun immer gleichen Abstand Fischmesser, Vorspeisenmesser und Suppenlöffel dazu. Mehr als vier Besteckteile dürfen nicht auf der rechten Seite liegen. Messer werden immer an der unteren Grundlinie ausgerichtet.

Nimm dir anschließend die linke Seite mit den Gabeln vor. Auf der linken Seite sind maximal 3 Besteckteile erlaubt. Die Gabeln zeigen immer mit den Zinken nach oben. Die erste Gabel ist die Menügabel wieder mit ca. 1 cm Fingerbreit Abstand zum Teller. Die zweite Gabel, die Vorspeisengabel, liegt dort, wo die Zinken enden, auf Höhe der Zinkenspitzen der ersten Gabel. Die dritte Gabel orientiert sich dann wieder an der unteren Grundlinie.

Auf dem Brotteller legst du noch das Brotmesser ab. Platziere dieses so, dass die Messerspitze mit dem Oberrand des Tellers abschließt und sich auf einer Linie mit den Gabelspitzen befindet. Die Messerschneide liegt links.

Das Besteck für das Dessert bettest du quer über den Tellern. In der Regel handelt es sich dabei um Dessertlöffel und -gabel. Der Löffel mit Griff nach rechts findet über der Gabel mit Griff nach links seinen Platz. Sollte es einen Käsegang statt einem süßen Dessert geben, besteht das Besteck über dem Teller aus einem Messer mit der Schneide zum Teller und Griff rechts und der Gabel darüber mit Griff links.

Beim Essen beginnst du mit dem Besteck von außen nach innen.

Der perfekte Gedecktipp zum Käsegang: Aoste-Schinken

 

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Die Gläser

Maximal 4 Gläser finden sich je Gedeck auf der Tafel wieder. Wie viel du am Ende nimmst, richtet sich nach der Getränkeauswahl und dem verfügbaren Platz. Beginnend mit dem Rotweinglas stelltest du dieses auf der rechten Seite in einem rechten Winkel zum Hauptgangmesser und dem Dessertbesteck auf. Das Glas dient als sogenanntes Richtglas an dem sich allen anderen Gläsern orientieren. Die Gläser stehen dabei in einer diagonalen Linie. Neben dem Richtglas auf der linken Seite steht das Sektglas, rechts das Weißweinglas sowie das Wasserglas. Du kannst die Anordnung aber auch in Form eines Dreiecks oder einer Raute abwandeln.

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